Thomas Scheld


Thomas Scheld

Geschäftsführender Gesellschafter der C.A.T.S.-Soft GmbH, langjährige Beratungs- und Trainingstätigkeit speziell im Mittelstand und Handwerk, Autor zahlreicher betriebswirtschaftlicher Fachartikel u.a. für das Malerblatt.

Kontakt:
Thomas Scheld
c/o C.A.T.S.-Soft GmbH
Eigenroder Straße 1
35075 Gladenbach
Tel. 06462/9374-0
Fax 06462/9374-30
www.cats-soft.de
Juli 2005: Thomas Scheld

Maler Consult: Herr Scheld, die von Ihnen auf den Weg gebrachte Initiative "Farbe macht glücklich" läuft seit der Messe "Farbe 2005".  Was genau ist unter dieser Aktion zu verstehen? Was wollen Sie und das Malerblatt als Medienpartner damit bezwecken?

Thomas Scheld: In Zeiten rückläufiger Branchenumsätze und verhaltener Konjunkturerwartungen wird das Maler- und Stuckateurhandwerk immer mehr von einem ruinösen Verdrängungswettbewerb geprägt. Aus unserer Beraterpraxis kennen wir die aktuelle Problemlage. Noch nie war der Preiskampf so hart. Noch nie die Zukunftsangst bei den Betrieben so groß. Es ist an der Zeit etwas zu ändern. Es muß wieder mehr Markt entstehen. Hierzu bedarf es neuer Ideen und Konzepte. Und deren Entwicklung und Umsetzung scheitert häufig an den finanziellen Mitteln des einzelnen Betriebs. Genau hier setzt „Farbe macht glücklich!“ an. Zunächst haben wir mit "Farbe macht glücklich!" einen einfachen und einprägsamen Slogan kreiert, der sich schnell in den Köpfen der Menschen festsetzt. Und mit einem von uns entwickelten professionellen Marketing-Konzept kann jeder Betrieb in seinem direkten Umfeld mehr Markt machen, und zwar einfach und ohne große Kosten. Jeder Maler- und Stuckateurbetrieb, der mitmachen will, kann sich kostenfrei unter www.farbe-macht-gluecklich.de registrieren lassen. Nach der Registrierung erhält er einen kostenfreien Zugriff auf das Aktionsprogramm und die ausführlichen Handlungsbeschreibungen, die er einfach nur noch umsetzen muß.

Maler Consult: Wenn Sie die vergangenen Wochen und Monate zurückblicken; wie sieht Ihr Resümee dazu aus? Wird die Initiative nach Ihren Erwartungen angenommen?  

Thomas Scheld: Wir haben die Marktinitiative "Farbe macht glücklich!" im April dieses Jahres auf der Messe "Farbe 2005" in Köln erstmals dem interessierten Fachpublikum vorgestellt und wir waren überrascht von der großen Resonanz. Das Interesse war überwältigend. Und auch noch heute – drei Monate später -  erhalten wir täglich zahlreiche Registrieranfragen. Maler machen Markt! Das ist jetzt Realität!

Maler Consult: Ihr Softwareunternehmen ist als Spezialist im Malermarkt schon mehrere Jahre etabliert. Zwei von Ihren Lösungen sind "BILDaufmaß" und der "Praxis-Leistungskatalog". Was genau ist das Besondere und der eigentliche Vorteil dieser zwei Produkte?

Thomas Scheld: Als Erfinder von BILDaufmaß haben wir die Aufmaßerstellung im Malerhandwerk entscheidend verändert. Mit dem Markteintritt von BILDaufmaß Ende der 90er Jahre war die Aussage "Ein Foto genügt, um ein Aufmaß zu erstellen..." geradezu revolutionär. Kaum ein Maler konnte sich dies vorstellen. Heute ist diese Vorgehensweise im Malerhandwerk eine Selbstverständlichkeit. BILDaufmaß hat sich im Markt etabliert und ist aus modernen Malerbetrieben nicht mehr wegzudenken. Das besondere an BILDaufmaß ist, daß es weitaus mehr kann als nur Strecken zu messen. BILDaufmaß zerlegt eine Fassade automatisch in Teilflächen, bildet selbständig Berechnungsformeln und führt eigenständig die zur Berechnung notwendigen Messungen durch.

Unser Praxis-Leistungkatalog ist eine Kalkulationshilfe für Maler- und Stuckateurbetriebe. Er enthält über 600 vordefinierte Leistungsbeschreibungen inklusive ausführlicher Arbeitsbeschreibungen, praxisorientierter Bauzeit und detaillierter Materialkalkulation. Das ist jede Menge Know How, das hilft Baustellen bereits im Vorfeld genau einzuschätzen und sicher zu kalkulieren. Der besondere Clou dabei ist das Suchsystem: Unter dem Kürzel "FPV" werden beispielsweise alle Positionen im Bereich "Fassade - Putz - Vorbereiten" verwaltet. Und durch das standardisierte Datenformat Datanorm 4.0 kann der Praxis-Leistungskatalog in fast jede Handwerkersoftware übernommen werden.

Unseren Lösungen ist eines gemein: Durch ihren Einsatz spart der Maler eine Menge Zeit gegenüber der herkömmlichen Arbeitsweise. Das ist Zeit, die er  auf der Baustelle sowie im Büro gut gebrauchen oder als Freizeit mit seiner Familie genießen kann.

Maler Consult: Die aufwendige Einarbeitungszeit in neue Softwareprodukte, wird von den Benutzern oftmals ablehnend vorgetragen. Wie lange schätzen Sie die Einarbeitungszeit für vor genannte Produkte, bis tatsächlich eine Zeitersparnis eintritt? Und welche Maßnahmen stehen dem Nutzer zur Verfügung um die Einarbeitungszeit so gering wie möglich zu halten?

Thomas Scheld: Einarbeitungszeiten kann man nicht pauschalisieren. Zum einen hängen Sie von der Komplexität eines Softwareproduktes ab und zum anderen auch vom Kenntnisstand eines Anwenders. BILDaufmaß ist ein sehr überschaubares und selbsterklärendes Produkt. Außerdem wird eine ausführliche Starthilfe mitgeliefert. Anhand eines Musterprojektes wird hier jeder einzelne Anwendungsschritt erläutert. Wir empfehlen unseren Kunden, dieses Musterprojekt einmal durchzuspielen. Es gibt aber auch Anwender, die lieber direkt am PC in die Software eingewiesen werden möchten. Diese haben die Möglichkeit ein Halbtages-Seminar in unserem Haus zu besuchen.

Beim Praxis-Leistungskatalog gibt es keine Einarbeitungszeit. Der Anwender muß sich nur einmal kurz die Systematik ansehen und dann gehts los: "FPV" meint "Fassade - Putz - Vorbereiten", "FPS" meint "Fassade - Putz - Spachteln", und so weiter. Das ist einleuchtend und bedarf keiner weiteren Erklärung.

Maler Consult: Abschließend ein Blick in die Zukunft. Wie ist der erfolgreiche Malerbetrieb in Hinblick auf strukturelle und konjunkturelle Veränderungen in 10 Jahren, nach Ihren Einschätzungen aufgestellt, wenn man beispielsweise die Parameter Kundenstruktur, Betriebsgröße und Mitarbeiteranzahl vergleicht? Oder müssen grundsätzlich differenzierte Betrachtungsweisen herangezogen werden?

Thomas Scheld: Es gibt nicht die eine richtige Strategie, die den Erfolg des Betriebes garantiert. Dazu ist der Markt zu vielschichtig und die Betriebe sind zu unterschiedlich. Aber eines läßt sich mit Sicherheit sagen: Unsere Gesellschaft verändert sich und mit ihr verändern sich die Märkte. Und bei diesem Wandel muß auch der einzelne Betrieb mitmachen, oder der Markt bewegt sich an ihm vorbei.


Vielen Dank für das Interview!