Stimmen zum Spiel 2006
Januar 2006: Martin Germroth

Maler Consult: Herr Germroth, Sie sind seit 25 Jahren Berater beim Institut für Betriebsberatung des deutschen Maler- und Lackiererhandwerks, hiervon seit 15 Jahren als Leiter, tätig. Was ist die Aufgabe des Institutes?

Martin Germroth: Nun, die Aufgaben des Instituts sind in § 2 unserer Satzung geregelt. In "Amtsdeutsch" ausgedrückt haben wir danach die Aufgabe, die Betriebswirtschaftslehre im Maler- und Lackiererhandwerk fördern, die Ergebnisse in Wort und Schrift verbreiten und für Wissenschaft, Unterricht und Praxis nutzbar zu machen und vor allem regelmäßig Betriebsvergleiche im Maler- und Lackiererhandwerk durchzuführen und die Betriebe auf betriebswirtschaftlichem Gebiet zu beraten.

Das heißt, das Institut liefert das entsprechende Grundlagen- und Informationsmaterial, was der Verbesserung der betrieblichen Existenz- und Leistungsfähigkeit dient.

Das klingt zunächst einmal – gerade auch in Verbindung mit dem Namen "Institut" sehr hochwissenschaftlich und in der Struktur sehr starr, ist aber am Ende absolut praxisbezogen.

Wir liefern nämlich keine theoretischen Ansätze, sondern gehen in die Betriebe hinein. Die Lösungen - egal ob für einen Groß- oder Kleinbetrieb - sind überwiegend maßgeschneidert, sprich: direkt und kurzfristig umsetzbar. Am Ende stärken wir die Betriebe durch Stärkung der Mitarbeiter. Und die erhalten genau dort Hilfe, wo sie notwendig ist: beim richtigen Know-how.

Dass nur dieser Weg der Richtige sein kann, zeigt unser Erfolg, denn es gibt im gesamten deutschen Handwerk zunächst einmal keine vergleichbare Institution. Und darüber hinaus können wir 2006 auch noch auf 50 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken.

Die Praxis zeigt uns auch, dass in fast jedem Unternehmen Abläufe im Argen liegen und dadurch Kosten verursacht werden. Das Rationalisierungspotenzial ist meist groß. Natürlich ist eine Betriebsoptimierung über Nacht nicht möglich. Meist muss nicht ein "großes" und meist auch offensichtliches Problem gelöst werden, sondern eine Palette kleinerer Schwierigkeiten. Letztlich ist z. B. jede Produktivitätssteigerung das Ergebnis "einer Summe von Kleinigkeiten".

Ziel und Inhalt unserer Tätigkeit ist, zusammen mit dem Betrieb die Instrumente zu erarbeiten, mit denen anstehende Änderungen in Angriff genommen werden können. Wir verstehen uns also im Grunde als "Gelbe Engel der Betriebswirtschaft", die bei den notwendigen Reparaturen helfen; fahren müssen die Unternehmer dann aber selbst ...

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